Alle Mitglieder des Ensembles haben die Pécser Zweigstelle der Franz-Liszt-Musikhochschule absolviert. Mit der Namenswahl griff die Gruppe auf die Wurzeln der Bläserkammermusik zurück, indem das Ensemble nach dem deutschen Komponisten (1636-1707) benannt wurde, der nicht nur als Pionier der Turmmusik sondern auch als Schriftsteller große künstlerische Leistungen vollbrachte. Als weitgereister Literat seiner Zeit verfasste Speer einen Reiseroman über seine Wanderjahre und Erlebnisse unter anderem in Ungarn.
Im Allgemeinen gilt, dass die Bläserkammermusik – und insbesondere die Quintettmusik – bei einem relativ kleinen, meist aus Experten bestehenden sachkundigen Publikum bekannt und beliebt ist. Das Ensemble hat sich zum Ziel gesetzt, die Schönheit dieser Musik breiteren Kreisen, etwa den Jugendlichen von Kleinkindern bis hin zu Studenten oder vom Publikum der Kulturveranstaltungen über die Geschäftssphäre bis hin zum einfachen Mann von der Straße näher zu bringen.
Das Repertoire des Quintetts umfasst fünf Jahrhunderte und präsentiert bei Auftritten in Konzertsälen, Kirchen und Schlössern Musikstücke aus der Renaissance und dem Barock, Werke von klassischen, romantischen und zeitgenössischen Komponisten, darunter Standardwerke der Bläsermusik. Neben vielen erfolgreichen Auftritten in Ungarn gastierte Daniel Speer Brass mehrmals in Österreich, Deutschland und der Slowakei. Das Ensemble erntete große Erfolge in Berlin, Bukarest, Nürnberg, Paris, Sofia, Trier und sogar zweimal in Stuttgart. Es gab voll ausverkaufte Konzerte in den Konzertsälen und Freilichtfestivals der ausländischen Kulturinstitute der Republik Ungarn.
Das Ensemble hatte mehrere Auftritte im Ungarischen Rundfunk, im Fernsehsender Duna-TV, im Stadtfernsehen Pécs und im Ungarischen Fernsehen. Neben öffentlichen Konzerten spielt es oft für Schüler; diese mit der Vorstellung der Instrumente verbundenen Konzerte tragen in spielerischer Form zur Musikerziehung der Kinder bei. Hierzu tritt das Quintett immer wieder in den Jugend-Konzertreihen der Philharmonie auf. Eines dieser Programme wurde vom Kultursender „Kulturális TV“ als Live-Konzert aufgezeichnet. /Link zum Video/
Seit 1997 trägt Zoltán Péter (Schlagzeug) zur musikalischen Vielfalt im Ensemble mit; sein Spiel lässt die Rhythmik bestimmter Werke der klassischen Musik (z.B. von Renaissance-Tänzen) sowie von leichteren Stücken viel ausgeprägter wirken.
"Renaissancemusik in Renaissancekostümen" heißt das Programm, das in Brokat- und Samtkostümen vorgetragen wird und damit die faszinierende Musik von englischen, französischen, ungarischen, italienischen und deutschen großen und kleinen Komponisten dem Publikum mit Hilfe der Visualität näher bringt. Trompete, Horn, Tube und Posaune lassen Stücke von Holborne, Praetorius oder aus dem Vietoris-Kodex ertönen. Auf dieses Programm fiel auch die Wahl der Veranstalter des Europäischen Kulturhauptstadtprogramms PÉCS 2010 für ein Renaissancekonzert in der Rundbastei der Bischofsburg anlässlich des Festes der Musik am 21. Juni 2010.
Die Palette der für Konzertsäle gedachten klassischen Musikprogramme wird durch Jazzbearbeitungen, Ragtimes und Filmmusikausschnitte erweitert. Die Vielfältigkeit des Ensembles ist auch in internationalem Vergleich einmalig!
„Unklassische“ klassische Musik? Klassiker mal anders! Ein Kuriosum der Showproduktionen ist die mit viel Bewegung und Humor bespickte Vortragsweise. In den spektakulären Szenen des Programms "Operierte Opern" /Link zum Video, Link zum Video/ bringen die Kostüme und der parodistische Stil das Publikum zum Lachen. Ähnlich aufgebaut ist auch die "Jazz-Show" /Link zum Video/ .Die Mitglieder des Ensembles tragen mit Zylinder auf dem Kopf Swing-Bearbeitungen von Jazz-Evergreens von Armstrongs „Hello Dolly“ bis hin zu Liza Minellis „New York, New York“ mit etwas Humor gewürzt vor. /Link zum Video/
Musik und Witz! Anspruch und Unterhaltung in einem! Das professionelle Brass Show-Programm wurde neben den kinetischen Produktionen auch um Show-Präsentationen bestimmter Titel von Michael Jackson /Link zum Video/ erweitert. Oder die Musiker marschieren wie eine Militärkapelle auf Märsche des ebenfalls US-amerikanischen Komponisten John Philip Sousa auf. (Show bedeutet aber gleichzeitig nicht den Einsatz von Playback-Technik: das Ensemble bewegt sich nicht auf vorher aufgezeichnete Musik, sondern präsentiert ausnahmslos Live-Musik.) Diese Programme sind auf Festivals, bei protokollarischen Anlässen, Empfängen, Gartenpartys, Kongressen, Konferenzen, Familien- und Firmenfesten und auf Bällen besonders gefragt. DANIEL SPEER BRASS trug mehr als einmal Serenaden auf Bestellung vor oder trat auf Hochzeiten auf, um das besondere Ereignis mit einem Show-Programm sowohl für das Brautpaar als auch für die Mitfeiernden noch fröhlicher zu gestalten.
Die Mitglieder des Quintetts taten sich mehrmals mit der PMD BLUES BAND zusammen. Als Fortsetzung dieser „Fusionen“ schloss sich 2003 Blues-Gitarrist Tamás Katona jr. dem Ensemble an, um die Klangwelt der Bläser mit seinem virtuosen Spiel auf verschiedenen Freilichtfestivals zu bereichern. Weil Katona bereits in den USA musiziert, spielt seit 2008 Tamás Pozsgai als ständiger Gast im Ensemble mit. Dank dem vielseitigen und außerordentlich talentierten Gitarristen können in den Konzerten der Band auch Blues, Blues-Rock-, Soul-, Pop-, Filmmusik- oder Western-Bearbeitungen ertönen /Brass Fantasy/. Diese Vielfalt kommt auch in den bisher veröffentlichten MC- und CD-Aufnahmen sehr wohl zum Ausdruck. Die Musik von Daniel Speer Brass ist von Anspruch und von Liebe zum Publikum geprägt.
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